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OldStorm

Administrator

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Sonntag, 13. April 2014, 01:35

Federbeineinstellungen der GSX 1100F

Zitat

Einstellmöglichkeiten am Federbein der GSX 1100 F



Eine der schönsten Beigaben von Suzuki war der hintere Stoßdämpfer.

Während sich die ersten Modelle (87/88 ) noch auf dem einfachen Federbein
ohne Kompressionsbehälter (Druckstufe) abstützten, wurden nach
Beseitigung von Fahrwerksschwächen und weiteren Modifikationen bei den
Nachfolgemodellen (ab 89 – 96) diese mit einem Kompressionsbehälter
ausgestattet.

Nun, da nicht immer allen unseren Fahren klar ist, was kann ich wo an unserem Federbein einstellen und was erreiche ich womit, erlaube ich mir mich den im Wesentlichen aufgetauchten Fragen anzunehmen.

Nennen wir ihn den Kompressionsbehälter oder besser bekannt als Druckstufenbehälter.
Jener befindet sich in Fahrtrichtung auf der rechten Seite unter dem Seitendeckel.
Dieser ist zum Einstellen der Dämpferkraft (Geschwindigkeit und
Kraft) des Einfederns (Druck aus Richtung Sitzbank) des Federbeins
zuständig.

Uns steht hier ein Bereich von 20 Klicks zur Verfügung.
Von Stufe 20 = soft weiter im Uhrzeigersinn bis Stufe 0 = hard (siehe Beschriftung des Drehknebels.

Durch das Drehen im Uhrzeigersinn wird die Dämpferkraft erhöht (das
Einfedern erfolgt langsamer, da mehr Druck anliegt), durch das Drehen im
Gegenuhrzeigersinn wird der Druck vermindert und die Einfederung
erfolgt schneller.

Weiter geht es mit der sogenannten Zugstufe.
Diese wird am unteren Ende des Federbeins mit 4 Klicks mittels einem
kleinem schwarzen Rädchen, was meist oft verdreckt ist und gerne
übersehen wird, eingestellt und ist für das Ausfedern zuständig.

1 = schnelles Ausfedern (gefühlt weich)

2 =

3 =

4 = langsames Ausfedern (gefühlt hart)

Hilfreich wäre hier ein farbliche Markierung, z.B. ein silberner Strich auf der 1,
zwei silberne Striche an der 2, um eine optische Hilfe zu geben,
welche Einstellung man nun gerade hat, da die kleinen aufgebrachten
Zahlen auf dem Rädchen meist für ältere Herren, wie z.B. für mich leider
nur noch mittels Lupe zu erkennen sind.

Hinweis: diese 4 Stufen sind auch nur 4 Klicks und fangen dann immer
wieder von vorne an und steigern sich nicht ins Unermessliche.

Heißt also, das Rädchen lässt sich beliebig oft drehen, jedoch bleibt es nur bei
diesen 4 Einstellungen/Klicks.

Zu guter Letzt haben wir noch die Federvorspannung.

Hier haben wir 5 Stufen der Einstellung und der Einsteller befindet
sich in Fahrtrichtung an der linken Seite unter dem Seitendeckel.
Zum Einstellen der Federvorspannung ist der Einsteller im
Uhrzeigersinn oder Gegenuhrzeigersinn zur gewünschten Position zu
drehen.
Pos. 1 ist die Weichste, während 5 die Härteste ist.
Die Standardeinstellung ist mit 2 bezeichnet.
Diese Position befindet sich zwischen den entsprechenden Teilstrichen!!
Durch Veränderung der Federvorspannung geschieht folgendes:
Bei unserer klassischen Grundeinstellung befindet sich das Motorrad
mit Fahrer fast in einer Waagerechten (bei dem einen mehr oder weniger)
und somit in einer idealen Lastverteilung.

Erhöht man nun die Federvorspannung hinten, bemerkt man nun, das man
irgendwie höher sitzt und beim Fahren es sich härter anfühlt.

Also was ist geschehen?

Die Feder wird zusammengedrückt, die meisten Federn werden
progressiv (Bei progressiven Federn steigt die Federkraft nicht linear
an, sondern in einer steiler werdenden Kurve. Wenn die Endkraft einer
linearen und einer progressiven Feder gleich sei heißt dass, dass bei
einer progressiven Feder bei kleineren bis mittleren Bewegungen das
Fahrzeug weicher gefedert ist und erst bei mittleren bis maximalen
Bewegungen das Fahrzeug ähnlich "hart" wird, wie mit einer normalen
Feder) gefertigt, somit taucht das Gefühl der härteren Federung auf.

Wesentlicher ist, dass das Heck angehoben wird, was zu einer Veränderung der Fahrzeuggeometrie führt, das heißt,
Heck hoch = kürzerer Radstand, besser um die Kurve jedoch auch nervöser an der Front,
Heck runter, längerer Radstand, ruhigeres Fahrverhalten, schlechter um die Kurven!

Jetzt wird auch klar, warum die Rennmotorräder immer ein hohes Heck haben und so schnell durch die Kurven kommen.
Quelle: http://www.gsx1100f.de