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OldStorm

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Sonntag, 24. September 2017, 00:54

Grundeinstellungen Vergaser (Allgemein) und Synchronisieren

Leerlaufgemisch

Startet das Motorrad nur unwillig, ist der Kaltleerlauf unruhig, patscht der Motor im Schiebebetrieb kräftig in den Auspuff oder stirbt die Maschine beim Gasgeben sogar ab, kann möglicherweise eine Neujustierung des Leerlaufsystems Abhilfe schaffen.

Dazu ist der Vergaser mit einer Leerlaufdrehzahlregulierungsschraube und einer Leerlauf[luft][kraftstoff][gemisch]regulierungsschraube (je nach Ausführung) ausgestattet. Zunächst ist zu prüfen, ob der warme Motor bei leicht erhöhter Leerlaufdrehzahl (Schraube!) auf Variationen des Leerlaufgemischs überhaupt reagiert. Gelegentlich sind kurze Gasstöße erforderlich, um den Vergaser von angereichertem Benzindampf zu säubern. Reagiert er, so kann eine Neujustierung nach folgendem Rezept erfolgen:

* Hinausdrehen der Leerlaufemischregulierungsschraube (LGRS, sinngemäß) bis die Drehzahl abfällt.
* Hineindrehen der LGRS, bis die Drehzahl erneut bis auf diesen Wert abfällt.
* Einstellen der LGRS auf die Mitte zwischen beiden Extremen.

Grundeinstellung der LGRS ist bei vielen Vergasern etwa 1 bis 2 volle Umdrehungen vom ** LEICHTEN ** Ansitzen auf dem Lagersitz.

Funktioniert obiges Verfahren nicht, so muß die Leerlaufdüse angepaßt werden. Der volle Stellbereich der LGRS (von 0.5 bis etwa 2.5 Umdrehungen) ist damit etwa einer Düsengrößenintervall gleichzusetzen. Ist etwa die LGRS ganz zu schließen, dann führt eine Vergrößerung/Verkleinerung (je nachdem, ob es sich um eine LGRS oder eine LLRS oder eine LKRS handelt) der Leerlaufdüse um eine Größe zum gewünschten Ergebnis.

Wie erkennt man ein zu mageres oder zu fettes Leerlaufgemisch generell? Allgemein läßt sich sagen, daß

* Auspuffpatschen,
* spontanes Absterben im Warmleerlauf,
* Drehzahleinbruch beim Wegbeschleunigen aus den Leerlauf (Schluckauf),
* schlechtes Startverhalten ohne Choke, selbst im Warmzustand und
* eine 'käsige' Zündkerze im Leerlauf

Anzeichen für ein zu mageres und

* Kaltstartschwierigkeiten (sehr sensible Reaktionen auf den Choke, nasse Zündkerzen)
* rußender Warmleerlauf und
* träges Beschleunigen

Anzeichen für ein zu fettes Leerlaufgemisch sind.

Synchronisieren:

Es gibt immer einen Mastervergaser nach dessen Werten die anderen Eingestellt werden sollen. Bei den meisten Suzuki Modellen ist der dritte Vergaser der Master. Die Reihenfolge zum Synchronisieren sieht dann folgendermaßen aus:

Vergaser 2 + 3 (Master)
(Master) 3 + 4
Vergaser 1 + 2

jede andere Reihenfolge bringt ein unsauberes Ergebniss und führt meistens nicht zum Erfolg.